Knalleffekt bei SCDPM 2012 R2: Support für Windows Server 2003 kommt wieder

Damit hat wohl niemand gerechnet, Microsoft hört auf den Kunden und ändert sie Support Matrix der System Center Data Protection Manager 2012 R2 Version mit dem nächsten Update Rollup.

Mit SCDPM 2012 R2 wurde ja der Support für Betriebssysteme unter Server 2008 R2 SP1 eingestellt, somit konnte der Agent nicht mehr auf Server 2003, Server 2003 R2 oder XP Rechner installiert werden.

Der Aufschrei vieler Kunden war gewaltig, das könnt ihr hier nachlesen.

http://social.technet.microsoft.com/Forums/en-US/c425421b-b726-4125-82fc-beae8947722c/dpm-2012-r2-agent-update-on-windows-2003-server-x64?forum=dpmsetup

Ich fand ja den Schritt hart aber doch sehr gut, da es viele Kunden dazu bewegte endlich die alten Server zu erneuern. Jedoch gibt es viele Abhängigkeiten und manche Kunden können noch nicht upgraden, weil Dritthersteller noch keine höheren Betriebssystemversionen unterstützten.

Da dieser Schritt auch ein rein politischer war, hat sich Microsoft dazu entschieden den Support mit dem kommenden Update Rollup für SCDPM 2012 R2 wieder einzuführen.

Hier der Text von einem TechNet Mitarbeiter

Hello Folks, I am the GPM for the DPM product group and sincerely apologize for this. Not supporting an already supported server OS for back-up is DPM 2012 R2 was a mistake. We are fixing this in the next update roll-up for DPM scheduled to be released shortly. Thanks for your patience.

Ich denke das dies auch den Support für Server 2008 inkludiert. Ob Windows XP noch unterstützt wird kann bezweifelt werden.

Der Termin für das Update Rollup 2 für SCDPM 2012 R2 steht noch nicht fest, denke aber das dies bald kommen wird,

Was sagt ihr dazu, war das der richtige Schritt oder ist Microsoft zu feige an der Änderung festzuhalten?

Quelle: http://www.buchatech.com/2014/03/windows-server-2003-support-coming-back-to-dpm-2012-r2/

Michael Seidl aka Techguy

3 comments to Knalleffekt bei SCDPM 2012 R2: Support für Windows Server 2003 kommt wieder

  • Dave

    Hi,
    definitiv ein falscher Schritt!!! Damit hat sich Microsoft mal kurz ins Abseits geschossen, aufgrund dieser Unvorhersagbarkeit dieser Änderungen kann ich ja aktuell Microsoft nicht weiter empfehlen.
    Der sehr gute Eindruck der System Center 2012 Produkte wird durch eine fragwürdige Lizenzpreispolitik (nahezu doppelte Preise bei System Center 2012 R2), durch fragwürdige Änderungen (z. b. zwingenderweise ein IP Pool obwohl alle IPs manuell vergeben werden, es erscheint immer eine Warnung) und Implentierung neuer Features im VMM2012R2 (obwohl noch nicht mal alle Funktionen von Hyper-V-Manager und FailoverCluster-Manager im VMM abgebildet sind) und durch den fehlenden Support für Server 2003, obwohl noch offiziell im Extended Support, sehr zunichte gemacht. Meine Begeisterung läßt gerade extrem nach. Ich glaube Microsoft hat durch den Erfolg des System Center 2012 mal direkt wieder höhenflüge bekommen, und meint, sie können den Markt diktieren. Ich sage hier voraus: das wird nach hinten losgehen und Micorsoft wird wie IBM oder Apple auch mal eine sehr schmerzhafte Landung hinlegen.
    So, Frust von der Seele geschrieben, jetzt kämpfe ich weiter an den Fronten, die Microsft für mich geschaffen hat.
    Ciao

  • Hallo Dave,
    also ganz so negativ sehe ich die Entscheidung von Microsoft nicht, eigentlich war ich sogar froh das DPM nicht mehr auf 2003 lief, viele Kunden waren dazu gezwungen die alten Systeme zu ersetzen, was bei allen ohne Problem funktionierte. Klar ist es ein harter Schritt ein noch unterstütztes BS nicht mehr mit einem Produkt zu bedienen. Ich denke jedoch nicht das Microsoft hier einen grossen Fehler gemacht hat, sie haben auf den Kunden gehört und den support wieder ermöglicht, finde ich eigentlich eine gute Entscheidung.

  • Hallo Michael,
    ich gebe dir recht: ich finde es auch gut, daß MS auf die Kunden gehört hat, und den Support wieder einführt. Das ist auf jeden Fall ein richtiger Schritt.
    Da ich verschiedenste Kunden für Dienstleistungen besuche, muß ich sagen, daß ich prinzipiell Microsoft verstehe, die Leute auf neuere OS zu heben. Leider sehe ich in der Realität ein anderes Bild, das heißt, selbst wenn mir die Kunden sagen, sie würden gern wechseln, hängt oft doch ein ziemlicher Rattenschwanz an Entscheidungen und weiteren Umkonfigurationen dran, so daß es oft nicht so einfach ist, die Betriebssysteme zu erneuern. Vor diesem Hintergrund empfinde ich es als falsch seitens Microsoft, den Kunden vor vollendete Tatsachen zu stellen. Aber zum Glück hat sich Microsoft ja selber revidiert.
    Viele Grüße, Dave

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