Die Blogparade „IT-Outsourcing, Vorteile und Nachteile“ ist beendet

Letzten Freitag ging meine erste Blogparade zu Ende. Das Resultat sind 4 Blogs die mit ihren Beiträgen daran teilgenommen haben. Hier die Lister aller Teilnhemer:

  • Schmierfink von http://geschwaffel.blogspot.com – Link zum Beitrag
  • P. Sperling von http://www.blogparadenblog.de – Link zum Beitrag
  • Björn Bürstinghaus von http://blog.buerstinghaus.net – Link zum Beitrag
  • Carsten Rachfahl von http://www.rachfahl.de – Link zum Beitrag

Ich werde mir jetzt die Artikel in aller Ruhe durchlesen, und euch dann eine Zusammenfassung bieten.

Danke nochmals an alle Teilnehmer für die Beiträge. Sollte ich jemanden vergessen haben, schreibt ein Kommentar.

Michael

1 comment to Die Blogparade „IT-Outsourcing, Vorteile und Nachteile“ ist beendet

  • CM

    Liebe Kollegen,

    ich habe mir die Argumente aufmerksam durchgelesen. Trotzdem erhärtet sich der Verdacht, dass diese nicht ganz wertfrei und sicherlich aus Blickwinkel des Dienstleisters gegenübergestellt wurden. Somit nicht die wissentschaftliche Form, wie ich mir eine Gegenüberstellung von Vor- und Nachteilen vorstelle.

    Sicherlich kann man argumentieren, dass dies ein Blog sei und keine wissenschaftliche Arbeit. Gerade aber hier ist der meinungsgebende Faktor höher als bei einer seltener gelesenen wissenschaftlichen Arbeit.

    Natürlich schreibe ich auch nicht wertfrei, aber möchte meine Gesichtspunkte als Gegenspieler „Sysadmins eines Unternehmens“ zum Dienstleister darstellen.

    Auch möchte ich das Thema etwas weiter fassen, da Begriffe wie Cloud bei der Argumentation gefallen sind.

    Zum Thema Cloud möchte ich sagen, dass die weitere Entwicklung nur schwer zu fassen ist. In der IT gab es immer wieder Hype Themen wie Terminal, Virtualisierung oder jetzt eben Cloud. Alles wird immer als die ultimative Lösung betrachtet. Ich weiß nicht, ob das ein typisch menschliches oder typisch deutsches Problem ist. In der Bundeswehr wurde der Starfighter auch zur Allzwegwaffe umfunktioniert, sogar als Abfängjäger obwohl er hierfür viel zu träge war. Ähnlich ist es mit vielen und auch den oben genannten Produkten. Alle haben ihre Berechtigung und Einsatzzweck. Aber eben genau das und können nicht jedes und alles lösen.

    Sicherlich ist Virtualisierung eine schöne administrative Waffe, aber auch nicht immer geeignet. Und wenn ich das Thema Kosten sehe, so ist das manchmal auch eine Milchmädchenrechnung. Dennoch: Die Vorteile sind auch bestechend und spielen sich in vielen Szenarien aus.

    Ähnlich verhält es sich mit der Cloud. Vorallem Datenschutz aber auch Lösungen die intergriert und kundenspezifisch arbeiten müssen aussen vorgelassen, wird sicherlich einiges in Cloud verschoben werden. Davon bin ich überzeugt. Mir fällt nur wieder der Hype schwer, alles muß in die Cloud und es ist das einzig wahre…

    Zu meiner Person, ich selbst war über 10 Jahre IT Dienstleister im Finanzsektor bis ich von einem mittelständischen Unternehmen eingekauft wurde.

    Egal – ob Dienstleister, Programmierer oder Admins hab ich persönlich die Erfahrung gemacht, dass von 100 selbsternannten Genies nicht mal 98 wirklich Ahnung hatten, was sie taten. Kein Wunder, läßt die Technik auch viele Bastellösungen geduldig zu, die in anderen Bereichen schon zum Desaster geführt hätten und jeder, der es geschafft hatte, einen PC einzuschalten war selbsternannter Admin.

    Auch habe ich in einigen Betrieben erlebt, dass der Buchhalter oder eine andere Person vom Chef zum Admin gemacht wurde, nur weil dieser Unfallfrei das Hintergrundbild umstellen konnte. Die Person konnte einem oft nur Leid tun. Diese waren oft froh, wenn man ihnen als Dienstleister zur Seite stand. Schlimm waren nur diejenigen, die das basteln Zuhause mit Unternehmensanforderungen verwechseln und wild drauf los klicken oder per Copy&Paste Skripte aus dem Internet luden oder den fragwürdigen Anweisungen in Foren folgte. Auch so ein Kapitel für sich – Foren – was man dort liest ist meistens schlimmer als ein Zahnarztbesuch…

    Doch ich driffte ab… Zurück zum Vorteil- und Nachteil von Dienstleister und Admins vor Ort.

    In der Betrachtung habe ich schon erwähnt, dass mir das ganze zu einseitig geschrieben wurde aus Blickwinkel des Dienstleisters. Völlig aussen vor gelassen wurde, dass es hier nicht nur um Technik geht, sondern um Prozesse, Integrationen, menschliche und politische Faktoren, wirtschaftliche Punkte etc. Und diese Punkte meine ich nicht aus technischer Sicht, ob Beispielsweise wirtschaftlich Produkt A billiger ist als B.

    Daher gehen vorallem etwas größere Unternehmen immer mehr dazu über Personen einzustellen im IT Sektor, die Wirtschaft und Technik verbinden. Nicht umsonst gibt es auch entsprechende Studiengänge.

    So ist mir auch das Argument bezüglich Teamviewer zu einfach. Zum einen ist es nicht immer ganz einfach mit entsprechenden Produkten zu arbeiten, als wenn man direkt davor sitzt. Aber Abseits dessen wird der psychologische Faktor vergessen. Ein Mitarbeiter fühlt sich ganz anders ernst genommen und sein Problem als Wichtig, wenn man diesen persönlich kennt und sogar bei ihm im Problemfall vorbei schaut.

    Sicherlich ist das Argument richtig, dass der typische Sysadmin nur seine Umgebung kennt. Der Dienstleister hat das Problem vielleicht schon an einer anderen Stelle gehabt. Aber durch die Kenntnis der eigenen Kollegen im Unternehmen, durch Kenntnnis des Netzwerkes und durch die Kenntnis am Puls und Wandel des Unternehmens zu sein, bieten sich auch andere Möglichkeiten entsprechende Lösungen und Wege zu finden.

    Das Problem des Admins vor Ort (oft auch des Dienstleisters) ist eine zu starke technische Ausrichtung und eine Verliebtheit gegenüber den Bits&Bytes. Mit Wirtschaft, Prozessen oder ähnlichem hat man nur am Rande etwas gehört udn will damit nichts zu tun haben.

    Für mich heißt also die erste Frage nicht: Sysadmin oder Dienstleister ? Sondern die erste Frage ist für ein Unternehmen nach den richtigen Leuten für die entsprechende Aufgabe. Der typsische Sysadmin wie man sich ihn vorstellt hat vorallem in größeren Unternehmen ausgediehnt. Hier sind technische Spezialisten, die über den Tellerrand blicken mit wirtschaftlichen, sozilogischen und psychologischen Know How gefragt und durch diese Fähigkeiten auch hoch bezahlt.

    Ein kleines Unternehmen ist zugegeben mit einem Dienstleister allein aus finanziellen Mitteln am besten bedient, allerdings auch entsprechend ausgeliefert. Wenn er an den entsprechenden Dienstleister gerät ist dies kein Nachteil. Doch wie oft werde kleine Unternehmen von Dienstleistern um die Ecke betreut, die 20 € die Stunde nehmen und ein Unternehmen mit einem Egoshooter verwechseln.

    Größere Unternehmen sind mit oben genannten Personen sicherlich gut aufgestellt. Und hier stellt sich dann auch nicht mehr die Frage Sysadmin oder Dienstleister. Für bestimmte Tätigkeiten kauft man sich das Know How ein. Hierbei ist das Zusammenspiel von der hauseigenen IT und des Dienstleisters wichtig. Die hauseigene IT setzt zu einem viel früheren Zeitpunkt des Entscheidungsprozesses auf als der Dienstleister. Der Dienstleister erhält im Idealfall entsprechende Paramter und Anforderungen.

    Es gibt Know How Hochburgen, die ich persönlich niemals aus der Hand geben würde. Dazu gehört natürlich, dass das entsprechende Know How auch vorhanden ist. Bei bestimmten Punkten lohn es sich für mich aber nicht, das Know How aufzubauen. Wenn ich eine Individual-Applikation benötige, dann mache ich nicht erst einen C#-Kurs um das Programm schlecht und mies selbst programmieren zu können. Dennoch ist es allein schon aus der Systemwelt die objektorientiert aufgebaut ist und entsprechende Tools wie Powershell oder Sharepoint entsprechend Kenntnisse zu haben. Deswegen werde ich nie ein Programmierer sein, aber ich weiß, wie man ein Programm schreibt und weiß was Ojektorientierung ist das .net-Framework funktioniert.

    Somit unterteilt sich für mich die Aufgabe des internen und externen eher im breiten und übergreifenden (intern) und im speziellen und tiefen (externen) Know How.

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