System Center 2012 Data Protection Manager Lizenzierung

Dies ist der erste Auszug aus dem kommende System Center 2012 Data Protection Manager Buch

Der Überblick

Die Überschrift passt vielleicht nicht ganz, mit DPM 2012 ist die Lizenzierung doch um einiges einfacher geworden. Aber halt noch immer eine etwas komplizierte Angelegenheit

Daher eins gleich vorweg, das hier ist keine Lizenzberatung, lediglich ein paar Hinweise auf die ihr achten solltet. Für genauere Informationen zur Lizenzierung bitte bei euren MS-Partnern nachfragen.

Mit den neuen Produkten von System Center 2012, gab es auch eine neue Lizenzierung. Eine davon ist, das die 8 Produkte der System Center 2012 Suite nicht mehr einzeln erworben werden können. Somit bezieht sich die folgende Info auf die gesamte System Center 2012 Palette, nicht nur auf den Data Protection Manager 2012. Man lizenziert also die umfangreiche System Center 2012 Produkte, nicht nur einen Produkt daraus.

Server Lizenzierung

Die „Server Management Licenses“, kurz Server ML’s, gibt es in 2 Varianten

 

System Center 2012 Datacenter

System Center 2012 Standard

Anzahl an Prozessoren pro Lizenz

2

2

Anzahl der verwalteten OSE’s (Operating System Environments) pro Lizenz

Unlimitiert

2

Beinhaltet alle System Center 2012 Produkte

Ja

Ja

Inkludiert die SQL Instanz (SQL Server Standard)

Ja

Ja

Preis

3,607 US Dollar*

1,323 US Dollar*

*Alle Preise sind Microsoft empfohlene Verkaufspreise mit Stand Jänner 2013

Schnell ist der Unterschied ersichtlich, der Preis und die Anzahl der zu verwaltenden OSE’s.

Zuerst einmal, was sind OSE’s oder was versteht Microsoft darunter.

OSE = Operating System Environment, also eine Betriebssystem Einheit, also ein Server, egal ob physikalisch oder virtuell. Hier sind jedoch Server Betriebssysteme gemeint, kein Client Betriebssystem, dazu kommen wir später.

Somit dürfen wir pro System Center 2012 Standard Lizenz, 2 Server damit verwalten, passend zum Buch dürfen wir also 2 Server sichern.

Sollte unsere Umgebung aus 4 Servern bestehen die wir sichern möchten, müssen wir schon 2 x die System Center 2012 Standard Lizenz erwerben.

Damit es aber nicht zu einfach wird, müssen wir auch noch auf die Anzahl der Prozessoren achten. Darum hier ein paar Beispiele, die hoffentlich die Unterschiede verdeutlichen.

 

Datacenter

Standard

4 physikalische Server mit jeweils 2 Prozessoren

4

4

1 physikalischer Hyper-V Host mit 2 Prozessoren und 4 VM’s

1 (berechtigt für 2 Prozessoren und unlimitierte OSE’s)

2 (berechtigen für 4 Prozessoren und 4 OSE’s)

1 physikalischer Hyper-V Host mit 4 Prozessoren und 12 VM’s

2 (berechtigt für 4 Prozessoren und unlimitierte OSE’s)

6 (berechtigen für 12 Prozessoren und 12 OSE’s)

Hyper-V Cluster bestehend aus

2 Host mit jeweils 2 Prozessoren

24 VM’s im Cluster

2 (berechtigt für 4 Prozessoren und unlimitierte OSE’s)

12 (berechtigen für 24 Prozessoren und 24 OSE’s)

Und schnell wird klar, sobald im Unternehmen auf Virtualisierung gesetzt wird, ist die System Center 2012 Datacenter Lizenz schnell die günstigere Lösung.

Und bedenkt, ihr könnt damit nicht nur eure Server mittels SCDPM 2012 sichern, sondern ihr bekommt alle 8 Produkte der System Center 2012 Palette (Service Manager, Orchestrator, Operations Manager, Virtual Machine Manager, Configuration Manager, Data Protection Manager, App Controller, Endpoint Protection) und könnt diese einsetzen.

Client Lizenzierung

Somit haben wir unsere Serverumgebung abgedeckt, kommen wir zu den Clients, auch die müssen lizenziert werden.

Jetzt stellt sich die Frage, „Warum muss ich bei System Center 2012 Data Protection Manager auch Clients lizenzieren?“

Weil mittels SCDPM 2012 auch Clients gesichert werden können, und sobald ihr das nutzen wollt, müssen dafür Lizenzen gekauft werden.

Die „Client Management Licenses“, kurz Client ML’s, gibt’s in 3 Varianten

Lizenz

Inkludiert folgende Produkte

System Center 2012 Configuration Manager Client ML

– Configuration Manager

– Virtual Machine Manager

System Center 2012 Endpoint Protection Client ML

– Endpoint Protection

System Center 2012 Client Management Suite Client ML

– Service Manager

– Operations Manager

– Data Protection Manager

– Orchestrator

Für den SCDPM 2012 wichtig ist die „System Center 2012 Client Management Suite Client ML“, diese kostet laut aktuellem Stand 121 US Dollar und ist die teuerste unter den 3 Lizenzen.

System Center 2012 Configuration Manager Client ML – 62 US Dollar*
System Center 2012 Endpoint Protection Client ML – 22 US Dollar*
System Center 2012 Client Management Suite Client ML – 121 US Dollar*
*Alle Preise sind Microsoft empfohlene Verkaufspreise mit Stand Jänner 2013

Hier ist jedoch die Lizenzierung etwas einfacher, wir benötigen nur die Anzahl der Clients, oder wie Microsoft es betitelt, die Anzahl der nicht Server OSE’s, und müssen keine Rücksicht auf die Anzahl der Prozessoren nehmen.

Sonstiges

Was noch zu beachten ist, bei allen System Center 2012 Produkten ist auch die SQL 2008 R2 Standard Version dabei, dies kann und darf nur für das jeweilige System Center 2012 Produkt verwendet werden.

Wer einen zentralen SQL Sever für die Produkte verwenden möchte, diesen vielleicht auch noch hochverfügbar machen möchte, muss diesen auch zusätzlich lizenzieren.

Abschluss

Das war die etwas vereinfachte Version der System Center 2012 Lizenzierung.

Mehr Details zur Lizenzierung findet ihr unter dem folgenden Links oder bei dem Partner eures Vertrauens.

System Center 2012 Licensing Datasheet – http://bit.ly/ZTzECy
About System Center 2012 Licensing – http://bit.ly/UjSiM7
Beitrag am TechNet Team Blog Austria – http://bit.ly/Vic5g6

Michael Seidl

Lizenzierung erklärt #2 – DPM 2010

Heute möchte ich euch mal erklären wie der System Center Data Protection Manager 2010 zu lizenzieren ist. Welche Voraussetzung ihr erfüllen müsst und wie der DPM in einer virtuellen Umgebung zu lizenzieren ist. Grundsätzlich könnte man sagen, das der DPM 2010 Server kostenlos ist, denn ihr müsst nur das lizenzieren, was ihr sichern möcht, nicht den Verwaltungsserver. Aber beginnen wir mal mit den unterschiedlichen Lizenzen und deren Funktion.

SC DPM 2010 Client – diese Lizenz wird für alle Clients benötigt, die per DPM gesichert werden sollen. Gültig für Windows XP, Vista und Windows 7. Der Kostenpunkt pro Standardlizenz beträgt ca. 25-30 Euro, was für ein vollwertiges Clientbackup ein Hammerpreis ist.

SC DPM 2010 Standard – diese Lizenz stellt die kleine Servervariante dar, und sichert alle Daten auf dem betroffenen Server. Diese Lizenz kostet ca. 160 Euro.

SC DPM Enterprise – diese Lizenz ist die größte und wird für die Sicherung von Exchange, Hyper-V, SharePoint, SQL und Systemstatus benötigt. Zusätzlich kann diese Lizenz auch die Dateien am betroffenen Server sichern. Kostenpunkt ca. 420 Euro.

Das war’s, es muss dementsprechend kein Backup Server oder eine Verwaltungskonsole lizenziert werden, nur das was gesichert wird. Der DPM Server benötigt jedoch noch einen SQL Server in der Version 2008 Standard, Enterprise oder Datacenter, dieser muss vorhanden sein.

Mit dem DPM 2010 wird eine SQL Installation mitgeliefert dir jedoch nur für die DPM Funktionen benutzt werden darf. Dieser SQL Server kann auch nur auf dem DPM Server installiert werden, nicht remote.

Jetzt möchte ich noch einige Beispiel liefern, um die Lizenzierung zu verdeutlichen.

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Lizenzierung erklärt #1 – Windows Server 2008 R2

Da ich die Tage schon über die richtige Hyper-V Lizenzierung berichtet habe, werde ich heute die Sever Lizenzierung erklären. Immer wieder kommen die selben fragen, egal ob CALS betreffend oder der unterschiede zwischen User und Device CALS. Ich werde heute versuchen, anhand von einigen Beispielen, die richtige Lizenzierung zu erläutern.

In meinen vergangen 9 Jahren, lernte ich viele Kunden kennen, die entweder deutlich überlizenziert waren, oder einfach zu gering lizenziert wurden. Beides stellt ein Problem dar, habe ich zu viele Lizenzen, habe ich dementsprechend mehr Geld ausgegeben als notwendig. Habe ich zu wenig, stellt das ein ebenso großes Problem dar.

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Hyper-V richtig lizenzieren und welches BS dafür verwenden

Ich werde immer wieder gefragt, welche Server Version für einen Hyper-V Umgebung am besten geeignet ist. Was ist eigentlich der Hyper-V Server? Wie viele virtuelle Server habe ich beim Windows Server 2008 R2 Enterprise? Wie wird einen Hyper-V Umgebung richtig lizenziert? und so weiter. Somit versuche ich heute mal das ganz zu erläutern, und Klarheit zu schaffen.

Je nach Szenario sollte man die richtige Windows Server Version nehmen. Um es hier auch nicht zu kompliziert zu machen, beschränke ich mich auf die aktuellsten Server Versionen, also Windows Server 2008 R2 und Hyper-V Server.

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