Hyper-V, Ubuntu 10.10 und die Integrationsdienste

Lange habe ich es beiseite gelegt, doch heute war es soweit, ich habe meinen alten Time Server abgelöst und auf unseren Hyper-V Cluster einen Ubuntu 10.10 x64 Server installiert. Als Anlass war einerseits, das ich endlich alle Server auf meinem Hyper-V Cluster betreiben möchte, und der Beitrag von Virtual PC Guy – Ben Armstrong, der hier erklärt wie die Integrations-Dienste mit dem aktuellen Linux Kernel aktiviert werden. Ich mach es ähnlich wie Ben, und zeige einen Bilder Serie der ganzen Installation.

Vorbereitung

Zuerst müssen wir das aktuelle Ubuntu 10.10 x64 ISO-File runterladen, das ganze gibt es hier. Danach erstellen wir eine neue virtuelle Maschine wie ihr wollt, unter der Verwendung einer “normalen” Netzwerkkarte. Diese wird zwar am Anfang nicht erkannt, jedoch nach aktivieren der Integrations-Dienste, funktioniert diese, dank des aktuellen Linux Kernels, einwandfrei. Jetzt können wir mit eingelegter CD (ISO) unsere VM starten

Setup

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Hier jetzt die Meldung das keine Netzwerkkarte gefunden wurde, da die Hyper-V Integrations-Dienste standardmäßig nicht aktiviert sind. somit einfach ignorieren und weiter im Setup

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Konfiguration

Danach sollte unser Server fertig installiert sein, und nach einem Neustart uns nach Benutzer und Passwort fragen.

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Jetzt geht es darum, das wir die Integrations-Dienste im Kernel aktivieren, dazu führen wir folgendes aus.

sudo vi /etc/initramfs-tools/modules” danach müssen wir die folgenden Zeilen hinzufügen

hv_vmbus
hv_storvsc
hv_blkvsc
hv_netvsc
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danach noch mit “update-initramfs –u” den Kernel updaten (dieser Vorgang kann eine Weile dauern) und einen Neustart machen.

Mit “lsmod” seht ihr gleich ob die Module geladen wurden.

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Danach könnt ihr euren VM über die Konsole herunterfahren, die Zeit wird synchronisiert und das Netzwerk funktioniert nun auch.

Wer so wie ich lieber mit einem Desktop arbeitet muss folgendes machen.

sudo apt-get update” um die Paketliste zu aktualisieren

sudo apt-get install ubuntu-desktop” installiert den Ubuntu Desktop, Voraussetzung für beides ist einen Verbindung zum Internet.
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Viel Spaß mit eurem Ubuntu 10.10 Server unter Hyper-V, ich mach jetzt meinen NTP Server fertig.

lg michael

6 comments to Hyper-V, Ubuntu 10.10 und die Integrationsdienste

  • Peter Monadjemi

    Tolle Anleitung, vielen Dank. Allerdings wäre, glaube ich, ein kurzer Hinweis zur Konfiguration der Netzwerkkarte hilfreich (und eine Kurzeinführung in vi;)

    Ich habe Ubuntu Desktop 64 Bit ohne diese Maßnahmen ganz einfach zum Laufen gebracht.

    Peter

  • Hallo Peter,
    danke für dein Kommentar, da ich selber kein Linux Profi bin, hab ich auf die Einführung verzichtet. aber wenn du dich hier besser auskennst, würde ich mich über ein paar Infos freuen.
    lg michael

  • julian

    Sehr gute Anleitung, danke!
    Allerdings würde es mich sehr interessieren, ob ihr es geschafft habt, das Maus Capturing in der Hyper-V zu aktivieren!?
    Habe alles mögloch nun probiert, bekomme die Maus aber in der GUI nicht zum laufen.
    Gibt es da einen Trick / Tipp?
    Viele Grüße
    Julian

  • Hallo Julian,
    bin gerade dabei eine Lösung zu testen, also bleib dran, ich werde in kürze was veröffentlichen.
    lg

  • Mat

    Das funktioniert zwar schon – aber ich kann einfach nur vor kuriosen Effekten berichten mit den hv-Treibern im Mainline-Kernel bzw. Ubuntu: Es kann gut gehen, aber die Treiber sind aus gutem Grund nach wie vor im Staging-Bereich und leider habe ich auch schon etliche Probleme erlebt. – Es wird besser werden, das sehe ich im Upstream-Code.

    Wer aber z.Z. kein Risiko eingehen will und kein Enterprise Linux bezahlen will, sollte sich ein CentOS o. Scientific Linux 5 mit den LIC 2.1 von MS (Anleitung mit DKMS bei MS nehmen) installieren – damit hatte ich keine Probleme bisher. (basieren auf dem supporteten RedHat 5)

  • […] habe ich mich diese Woche mit eher Microsoft fremden Produkten beschäftigt. Einmal habe ich Ubuntu 10.10 auf Hyper-V installiert, danach noch das aktuelle MAC OS X v 10.5.6 Update vorgestellt und meine Art zu Lernen erläutert. […]

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